Zwischen den beiden Städten Galway und Cork liegen einige der schönsten und berühmtesten Landschaften Irlands. Auf dem Weg der Westküste entlang führte uns die Strasse zuerst an den Burren vorbei. Eine eindrucksvolle Karstlandschaft die seit 1991 einen 1150 ha grossen Nationalpark beheimatet. Aufgrund des schlechten Wetters liessen wir die steinernen Hügel allerdings mehr oder weniger links liegen. Das irische Wetter begleitete uns auf unserem Trip. Wuschu wird im Verlauf der nächsten Wochen sicher nochmals hier vorbei kommen... dann hoffentlich mit besserem Wetter.
So fuhren wir geradewegs zu den Cliffs of Moher. Die grossen Klippen gehören zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Irlands und sind dementsprechend touristisch gut erschlossen. Das heisst die ehemals "wilde" Landschaft wurde zu einem Teil mit einem befestigten Weg erschlossen, der Parkplatz kostet ebenso wie das besteigen des Aussichtsturms und ein Touristen Center und gut sechs Souvenirshops säumen das Gelände. Zum Glück ist ein grosser Teil weiterhin auf Kuhpfaden begehbar, auch wenn ein grosses Schild einem davor warnt. Was jedoch kaum jemand kümmert. Draussen auf den Klippen bietet sich dann auch ein eindrucksvoller Blick auf die natürlichen Festungsmauern der Insel. Da es hier aber wirklich direkt am Wegesrand gut 150 bis 200m in die Tiefe geht, sollte ein Abenteurer doch einigermassen schwindelfrei sein...
Zuerst geplant einen Zwischenstopp in Limerick zu machen, entschlossen wir uns spontan direkt bis Killarney durchzufahren. Dies vor allem um genügend Zeit zu haben für den Ring of Kerry. Das war auch bitter nötig. Der Ring ist eine 179km lange Panoramastrasse die von Killarney aus über die Hügel und an der Küste der Iveragh-Halbinsel entlang führt. Auf der Fahrt über die wunderbaren Pass- und Küstenstrassen erschliessen sich wunderbare Landschaften und atemberaubende Panoramen. Obwohl wir früh aus den Federn waren und zeitig im Auto sassen blieb uns kaum Zeit diese Wunder der Natur in Ruhe zu geniessen. Denn unser Tagesziel war die zweitgrösste Stadt Irlands: Cork.
So bleibt uns der Ring of Kerry vorerst als wunderbare Rallye-Strecke und Wundertüte an Landschaftstypen in Erinnerung. Wuschu wird garantiert hierhin zurückkehren und den 100 Quadratkilometer grossen Nationalpark mit den ältesten Eichenwäldern Irlands, den Mittelerde ähnlichen Bergen und Tälern und den mediterranen Küsten erkunden.
Am Freitagabend erreichten wir nach langer Fahrt dann endlich Cork. Die Stadt mit ihren nicht ganz 120'000 Einwohnern begrüsst uns bisher mit erfreulich sommerlichen Wetter. Ideal um die von den langen Fahrten entstandene Reisemüdigkeit, mit Gemütlichkeit und einem ausgedehnten Nickerchen im Park abklingen zu lassen.
Möglichst frisch und erholt werden wir uns morgen dann auf den Weg über Kilkenny zurück nach Dublin machen. Dort heisst es die ersten anderthalb Wochen in Irland und die Reise der Fahrgemeinschaft von Pellas und Wuschu zu einem würdigen Abschluss zu bringen. Denn Pellas wird sich am Montagmorgen von der Insel verabschieden und das Flugzeug in Richtung Schweiz besteigen. Wuschu, meine Wenigkeit, wird sich danach alleine auf den Weg machen und die bereits gewonnen Eindrücke dieses wunderbaren Landes vertiefen und erweitern. Und natürlich davon berichten.
Bis bald und bleibt anständig,
Pellas und Wuschu
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen