Mittwoch, 15. Juni 2011

Die irren Iren - Teil 1: Die Frauen

In dieser kleinen Mini-Serie „Die irren Iren“ möchte ich euch über einige von meinen Beobachtungen über das irische Volk berichten.

Beginnen möchte ich mit der Krönung der Schöpfung, mit dem weiblichen Geschlecht. Die berühmten „The Dubliners“ besingen zu Beginn des Liedes „Molly Malone“ mit dem Text „In Dublin's fair city, where the girls are so pretty... “ die Schönheit der irischen Frauen. Nun... so ganz kann ich ihre Einschätzung nicht bestätigen. Womit ich nicht sagen will die Iren hätten keine schönen Frauen, nein, es ist schlicht nicht beurteilbar wie die irischen Frauen in Wirklichkeit aussehen. Egal ob in Dublin oder sonst wo auf dieser sonst so von Natürlichkeit geprägten Insel, laufen beinahe alle weiblichen Eingeborenen so rum als wären sie in einen Farbtopf gefallen. Entweder glauben sie nicht daran die Krönung der Schöpfung zu sein oder trauen dem Künstler Gott nicht so ganz über den Weg. Jedenfalls schmieren sich die hiesigen Frauen soviel Make-Up ins Gesicht dass man damit jede unebene Strasse in Irland ebnen könnte. Und davon gibt es doch einige. Woran es wirklich liegt konnte mir bis jetzt leider keine sagen, was sicher auch daran liegt dass ich mich bis jetzt nicht getraut habe zu fragen. Meiner Vorstellung nach würde mich doch eine sehr physische Antwort erwarten. Aber vielleicht bringe ich ja in den nächsten zweieinhalb Wochen mal noch den Mut dazu auf dieses eine Mysterium Irlands zu ergründen.

Apropos Farbtopf: Eine besonders stark bemalte Gattung Frauen (es gibt sie auch in männlich aber man erkennt den Unterschied kaum) die es auch in der übrigen Welt gibt, treten hier in Irland in einer von mir zuvor noch nie gesehenen Anzahl auf: die Anemonenfische. Diese auf mich doch einen sehr verwirrten Eindruck machende Subkultur der heutigen Jugend, auch (N)Emos genannt, schwimmen in unzähligen mal kleineren, mal grösseren Schwärmen durch die Ozeane der irischen Städte und Dörfer. Ja auch Dörfer. Meinen Beobachtungen zufolge gibt es kaum ein Unterschied in der Häufigkeit in der diese Art Jugendlicher sich ans Tageslicht getraut. Woran dass liegt entzieht sich leider genauso meiner Kenntnis wie der Grund für die verunstalteten, `tschuldigung, wunderschön bemalten Gesichter der erwachsenen irischen Frauen. Wobei es sich bei der Jugend natürlich um ein Ausdruck der Angst um ihre Zukunft handeln könnte, in der aktuell schlechten wirtschaftlichen Lage ihres Landes.

Wie dem auch sei. Ich wünsche den jungen Iren dass sich ihre Zukunft mehr in die Richtung entwickelt die sie in den Gesichtern ihrer Mütter sehen als in ihren eigenen, also möglichst farbig und weniger schwarz. Und dass die erwachsenen Frauen an Selbstsicherheit gewinnen und das Haus als sich selbst und nicht als wandelnde Kosmetikwerbung verlassen können.


In diesem Sinne bleibt natürlich und bis bald,

euer Wuschu

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